City – Steinzeit Lyrics

Ihr Hochzeitsgeschirr ist heut noch wie neu. Sie liest ihre eigene Zeitung nicht mehr. Sie hat alles getan, was erhöhte und stärkte
und hat immer gewußt, sie ist nicht allein –
in der Steinzeit. Sie ist geschult und geschieden und im Grunde zufrieden,
Bald ist sie vierzig und sie fürchtet sich sehr –
vor der Steinzeit. Sie kommt gern auf den Kern und sie achtet auf Schale
und ruft man sie auf, ist sie wieder dabei. Anna war immer bereit in der Schule,
von der Mauer in Berlin hat sie kaum was gespürt. Das merkt sie beim Anstehn, beim Fernsehn und Fremdgehn. Frohsinn macht Freude, heißt ihre Seite,
doch immer nur Frohsinn macht auch keinen Spaß. Anna blieb treu bis auf ein, zwei, drei Male. Sie trägt ihre Mark auf verschiedene Märkte,
berät und beschließt in diversem Verein. Der Schutt war der selbe,
doch rechts von der Elbe war er russisch besetzt –
in der Steinzeit. Chrustschow war vergnüglich, der Sputnik vorzüglich
und die Fahne voran hat ihr sehr imponiert –
in der Steinzeit. Sie ist bei der Zeitung, da liest sie die Briefe
und antwortet drauf nach Regel und Maß. Annas Mutter war vierzig, da kam Vater nach Hause,
nicht nach Stettin, Wittenberg war das jetzt
und lag rechts von der Elbe.